Was für ein Jahr!!

Mit diesem 2020 hätte nun wirklich keiner rechnen können.

Vor einigen Tagen habe ich mir meinen ersten Post in diesem Jahr durchgelesen: “Hallo 2020!” hieß es bei uns und wir waren voller Tatendrang, ein Jahr des Anpackens und Umsetzens sollte es werden. Der Januar und der Februar waren auch wirklich grandios, wir sind großartig in dieses Jahr gestartet – – – und dann kam der März. Und der April. Corona. Lockdown. Wochenlanges Home Schooling. Und eine plötzliche Verschiebung von Prioritäten und Sichtweisen auf die Welt.

Wer mich ein bisschen kennt (oder schon länger hier auf dem Blog mitliest), der weiß, dass ich immer erstmal versuche, das Positive zu sehen. Und auch Corona erschien uns, zu einem gewissen Grade, zumindest wie ein kleiner Reminder, sich auf das Wesentliche zu besinnen: Familie, Gesundheit, Dankbarkeit. Es fühlte sich an, als würde die Erde kurz aufatmen, als hätten wir durch Corona eine kurze Zwangs-Atempause eingelegt. Dass unser geliebtes kleines Familienunternehmen zu keinem Zeitpunkt auf der Kippe stand, verdanken wir unseren wunderbaren Kunden, die selbst in diesem ungewöhnlichen Jahr daran gedacht haben, jemanden mit einem unserer Schmuckstücke zu beschenken oder für sich selbst besondere Erinnerungen festzuhalten. Wir waren in diesem Jahr wieder einmal erstaunt und glücklich darüber, dass so viele Kunden, teils nach Jahren, wiederkommen und weitere Schmuckstücke bestellen. Das hätten wir uns vor ein paar Jahren noch nicht träumen lassen!

Unser 10. Geschäftsjahr

2020 beinhaltete den Großteil unseres 10. Geschäftsjahres (das immer am 9. Februar beginnt, weil wir am 9.2.2011 unsere ersten Online-Shops, hier auf foya.de und auf DaWanda, und unserer Facebook-Seite live geschaltet haben) und wir haben es mit unseren Kund*innen gefeiert – als “Jahr der Geschichten”, eine Aktion, die uns unglaublich viel Freude gebracht hat. Jede einzelne dieser Geschichten hat uns berührt, bei manchen hatten wir Gänsehaut, manche haben uns die Tränen in die Augen schießen lassen. Und wenn wir uns vorstellen, dass es noch so viel mehr Geschichten gibt, die hinter unseren Schmuckstücken stehen, dann wollen wir das “Jahr der Geschichten” eigentlich gar nicht zu Ende gehen lassen. Wir haben deshalb überlegt, wie wir diese schöne Idee noch ein bisschen weiterführen können … ob mit oder ohne Gewinnspiel, wissen wir noch nicht, aber da werden Stefan und ich zwischen den Feiertagen mal bei einem guten Glas (alkoholfreiem!) Wein am knisternden Kamin drüber nachdenken. Diese gemeinsamen Gespräche am Ende des Jahres haben uns bis jetzt immer gute Einfälle für das kommende Jahr gebracht, fast ist es schon eine kleine Tradition zwischen uns.

Ein kleines, feines Partnernetzwerk

Schauen wir also auf 2021, ohne jetzt schon unser Kamingespräch vorweg nehmen zu wollen. Anfang 2020 in meinem Blogbeitrag hatte ich den Wunsch, unser Partnernetzwerk zu erweitern, geäußert. Das hat auch geklappt, aber ganz anders als erwartet. Denn wir haben gleich zu Anfang 2020 gelernt, dass eine Partnerschaft um jeden Preis keinen Wert hat – und deshalb ist es uns nun umso wichtiger, dass Chemie und Bauchgefühl stimmen müssen. Lieber bleibt unser Kreis an Partnern klein, aber fein und handverlesen, mit Menschen, bei denen wir uns sicher sind, dass ihnen der Dienst an Mensch und Tier wichtiger ist als der Profit. Das wird auch für 2021 gelten und wir sind dankbar, dass wir mit Partnern wie der Sonnenaue Tierbestattung, Kirsten Bestattungen, Bestattungen Haubrich und Herz Bestattungen verlässliche und auch menschlich sehr angenehme Partner haben. In 2020 hinzu gekommen sind die Sternlicht Bestattungen in der Schweiz sowie in Deutschland die Tierfotografin Lina Klünker und die Tierphysiotherapeutin Katrin Konrad, die ihre Berufe mit Herz und Seele ausüben.

Wir werden im Februar unseren 10. Geburtstag feiern und bis dahin, gemeinsam mit unserer wunderbaren Jury, die schönsten Geschichten aus unserem “Jahr der Geschichten” auswählen – das wird mit Sicherheit super knifflig und ich bin sehr froh, dass wir uns so tolle Unterstützung geholt haben. Dann steht mit den Gewinner*innen die Entwicklung einer kleinen Jubiläumskollektion an, darauf bin ich schon extrem gespannt, denn mir kribbelt es schon in den Fingern.

Was in 2021 auf jeden Fall bleiben wird, ist auch unsere Kooperation mit dem Hope’s Angel Netzwerk. Wir hatten ja die Mehrwertsteuersenkung im 2. Halbjahr 2020 nicht in gesenkte Preise übersetzt, sondern haben uns entschieden, die entstandenen Mehreinnahmen zu spenden. Wir sind stolz darauf, sagen zu können, dass über 1.000 Euro zusammen gekommen sind, die wir zu jeweils einem Drittel an Hope’s Angel, an den Dunkelziffer e.V. und an den Flying Cats e.V. spenden, deren Arbeit uns sehr am Herzen liegt.

Unser Jahresmotto

Was 2021 uns sonst noch so bringt? Abwarten 😉 Mit einem 2020, wie wir es hatten, hätte ja auch keiner gerechnet. Also werden wir uns überraschen lassen und uns auf das, was da kommt, einstellen. In den letzten Jahren haben wir unseren Jahren immer ein Motto gegeben: 2019 war “Veränderung” angesagt, 2020 hieß es “Anpacken” – und rückblickend betrachtet wohl auch etwas “Reflexion”. Für 2021 würde ich die Begriffe “Flexibilität” und “Besonnenheit” wählen – aus der Ruhe und der Erfahrung heraus (und davon haben wir ja jetzt schon 10 Jahre) möglichst gut auf die Entwicklungen reagieren und dabei lernen und wachsen, vor allem natürlich menschlich gesehen. Denn wenn uns das “Jahr der Geschichten” eine Sache gezeigt hat, dann ist es, dass nichts so wichtig ist wie die Familie, die Liebe, die gemeinsame Zeit. Kein Geld der Welt kann das aufwiegen. Wir müssen auf uns aufpassen, auf uns selbst und auf diejenigen um uns herum. Und wenn uns Corona eine Sache gezeigt hat, dann ist es, dass wir uns gegenseitig unterstützen müssen, weil die wichtigsten Entwicklungen nur dadurch entstehen können, dass viele Menschen mit Respekt, Leidenschaft und Rücksicht aufeinander am gleichen Strang ziehen.

Ah, eins noch: Anfang 2020 habe ich Euch von den “Bildgeschichten” erzählt, wisst Ihr noch? (Sonst schnell nochmal nachlesen: Hallo 2020! > ganz nach unten scrollen.) In diesem Jahr möchte ich Euch eine Geschichte mit auf den Weg geben, die uns eine wunderbare Kundin zugeschickt hat – zusammen mit einem kleinen Glasröhrchen voll Kaffeebohnen (hab ich erwähnt, dass wir die besten Kunden haben? ♥):

Die Bohnengeschichte

Ein alter Mann verließ niemals das Haus, ohne zuvor eine Handvoll Bohnen in seine rechte Hosentasche einzustecken. Er tat dies nicht etwa, um Bohnen zu kauen. Nein, er nahm sie mit, um die schönen Momente des Tages bewusster wahrzunehmen, und um diese besser zählen zu können.

Für jede positive Kleinigkeit, die er tagsüber erlebte, z.B. einen fröhlichen Gruß auf der Straße, das Lachen seiner Frau, ein köstliches Essen, einen schattigen Platz in der Mittagshitze, die Begegnung mit einem Tier, liebevolle Augenblicke, Verständnis und Toleranz – für alles, was ihn glücklich machte, ließ er eine Bohne von der rechten in die linke Hosentasche wandern. Manchmal waren es gleich zwei oder drei.

Abends saß er dann zu Hause und zählte die Bohnen aus der linken Tasche. Er zelebrierte diese Minuten. So führte er sich vor Augen, wie viel Schönes ihm an diesem Tag widerfahren war. Er freut sich und war aus ganzem Herzen dankbar. Und sogar an einem Abend, an dem er bloß eine Bohne zählte, war der Tag gelungen, denn es hatte sich gelohnt, für diese eine Bohne zu leben.

(Autor unbekannt)

Mit diesen Worten: auf ins Jahr 2021, lasst uns Bohnenmomente sammeln, wir freuen uns auf Euch!!

Alles Liebe

Eure Katja

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