#FAQ: Was machen wir eigentlich mit Euren Abdrücken?

Oder auch: bekomme ich meine Abdrücke zurück?

Ich möchte mir in diesem Jahr etwas Zeit nehmen, die häufigsten Fragen, die uns gestellt werden, ausführlicher zu beantworten. Deshalb starte ich heute eine Artikelreihe, in der ich mir immer jeweils eine Frage vornehme und dazu etwas mehr schreibe als auf unserer >> FAQ-Seite oder in eMails.

Eine Frage, die wir ziemlich oft hören, ist:

Bekomme ich eigentlich meine Abdrücke mit dem Schmuckstück zurück oder werden sie beim Fertigungsprozess zerstört?

Um Eure Hand- oder Fußabdrücke, Huf- oder Pfotenabdrücke wirklich originalgetreu in unseren Schmuck übertragen zu können, arbeiten wir digital damit. Beim Digitalisierungsprozess werden die Abdrücke nicht verändert oder sogar zerstört. Wir arbeiten allerdings Feinheiten im Abdruck von Hand nach, d.h. wir glätten Ränder oder kleine Risse, schließen ungewollte Dellen, die definitiv nicht zum Abdruck gehören (zum Beispiel wenn beim Abdrucknehmen mal ein Finger von Mama oder Papa mit in der Abdruckmasse landet), und modellieren auch mal Krallen nach, wenn eine fehlt – natürlich immer in Abstimmung mit der oder dem Kunden.

Dann haben die Originalabdrücke ihre Funktion auch schon erfüllt und stehen anschließend einige Wochen warm und trocken in unserer Werkstatt, solange das Schmuckstück gefertigt wird.

Auf unserer Checkliste, die unserer Lieferung der Abdruckmasse beiliegt (bitte mit zurückschicken!), könnt Ihr zwei Dinge ankreuzen:

  1. Was mit den Originalabdrücken passieren soll: möchtet Ihr sie mit dem Schmuckstück zurück haben (z.B. um es mit Gips auszugießen) oder sollen wir sie nach dem Versand des Schmuckstücks entsorgen?
  2. Was mit den digitalen Abdrücken passieren soll: sollen wir sie nach der gesetzlichen Mängelhaftungsfrist (2 Jahre) löschen oder sie lieber unbegrenzt archivieren (was natürlich jederzeit widerrufen werden kann), damit Ihr später jederzeit nachbestellen könnt?

Je nachdem, was Ihr ankreuzt, erhaltet Ihr also die Originale zurück oder nicht. Es kommt häufig vor, dass gar nichts angekreuzt wird, dann entsorgen wir die Abdrücke meistens – es sei denn, die Bestellung kommt über einen unserer Partner aus dem Bestattungsbereich, dann gehen die Abdrücke auf jeden Fall wieder zum Kunden zurück. Wenn bei den digitalen Abdrücken nichts angekreuzt ist, wird der Abdruck nach 2 Jahren standardmäßig gelöscht. Und wenn Ihr Euch innerhalb dieser zwei Jahre umentscheiden wollt, könnt Ihr uns hier (>> Archivierung Ihrer Abdrücke) jederzeit die Erlaubnis, den Abdruck unbegrenzt zu archivieren, nachreichen.

Und was mache ich dann mit den Abdrücken?

Wenn Ihr die Abdrücke zurück erhaltet, gibt es verschiedene Möglichkeiten. Die einfachste ist, die Box einfach irgendwo zu verstauen und da liegt sie dann. Die Abdruckmasse wird nicht schlecht, sie verändert nur mit der Zeit ihre Farbe und sieht irgendwann nicht mehr so hübsch aus. Da das vor allem mit Licht zu tun hat, empfehlen wir auch nicht, den Abdruckschaum einzurahmen und irgendwo aufzustellen – es sei denn, Ihr sprüht den Abdruck mit Sprühfarbe an, dann sieht es länger hübsch aus. Die aufwändigste Variante ist das Ausgießen mit Gips, dabei wird zwar das Original zerstört, aber Ihr habt eine deutlich robustere und schönere Variante, um den Abdruck zu präsentieren. Eine Anleitung dafür haben wir Euch hier bereitgestellt: >> DIY: Abdrücke mit Gips ausgießen. So einen Gipsabdruck kann man sogar noch anmalen oder auf ein schönes Stück Holz montieren. Außerdem kann man damit einfach neue Abdrücke nehmen bzw. das Original mehrfach replizieren, indem man ihn einfach wieder in Abdruckmasse drückt. So arbeiten wir häufiger, wenn Kunden Abdrücke vorliegen haben, die sie definitiv nicht in die Post geben wollen – dann nehmen sie einfach ein „Negativ“ (mehr dazu lest Ihr hier: >> Bestehende Abdrücke abformen).

Soviel für heute, Ihr könnt bei Fragen dazu natürlich jederzeit bei uns anrufen oder mailen – oder Ihr schreibt mir einen Kommentar unter diesen Beitrag, dann können auch andere gleich die Antwort mitlesen.

Alles Liebe,
Eure Katja

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