Zwei Hände, zwei Pfoten – und ein großer Schritt

 
Stefanie habe ich schon letztes Jahr als eine sehr “quirlige” Kundin kennengelernt. Es gibt ja Kunden, die einem einfach im Gedächtnis bleiben, und sei es, wie bei Stefanie, durch einen einzigen Satz in einer eMail. Damals hatte sie ein klein wenig länger auf ihren Anhänger gewartet als ich ursprünglich angekündigt hatte – mein Mann und ich sind oft wirkliche Pingel, was u.a. einer der Gründe für unsere sechswöchige Lieferzeit ist, wohl wissend, dass das manche unserer Kunden auf eine harte Geduldsprobe stellt. Aber gut Ding will Weile haben. Als Stefanie mir mitteilte, dass ihr Anhänger angekommen war (nachdem sie vorher schon zwei- oder dreimal nach dem Stand der Dinge gefragt hatte), sagte sie mir ganz klar und deutlich: “Ich finde, mein Gedrängel hatte schon Sinn, so etwas Schönes möchte man so schnell wie möglich in den Händen halten …” – darüber muss ich bis heute grinsen, wenn ich es lese, denn das Kompliment, das darin steckt, habe ich erst beim zweiten Lesen erkannt. Umso mehr habe ich mich gefreut, vor einigen Wochen wieder einen Auftrag von ihr zu erhalten – samt der Hintergrundgeschichte dazu, die ich so zauberhaft finde, dass ich sie gefragt habe, ob ich sie mit Euch teilen darf. — Ich darf!

Stefanie ist nämlich selbstständig als Dog-Walkerin. Ihr erster Hund, Pelle, hat, wie sie selbst sagt, ihr Leben verändert. Kurz nachdem er zu ihr kam, gab sie ihren Job auf und machte sich selbstständig mit ihrem Unternehmen “Schnupperschnuten”. “Ich wollte nicht mehr zurück ins Büro und gern meinen Hund bei mir haben”, sagte sie mir, “beim Spazieren gehen habe ich Dog Walker getroffen und mich mit ihnen unterhalten. So habe ich mein Hobby zum Beruf gemacht. Mittlerweile habe ich einige Seminare besucht und baue mir langsam meine Gruppe auf.”
Und: sie hörte mit dem Rauchen auf! Aber nicht nur das: sie sparte das Geld, das sie sonst für Zigaretten ausgab, und leistete sich quasi “als Belohnung” nach einem halben Jahr einen Kettenanhänger, in den ihr eigener Handabdruck und der Pfotenabdruck von Pelle eingearbeitet war. Leider habe ich davon kein Foto gemacht, aber sie schrieb mir damals: “der Pfotenabdruck wirkte wie ein Glückskleeblatt und der Handabdruck wie ein sehr deutliches Hallo (oder Stop) – passt beides ;-)”

Wie sie damals auf uns gekommen sei, habe ich sie gefragt: “Ich wollte gern etwas ‘Bleibendes’ von ihm haben, jetzt schon, so dass, wenn er nicht mehr lebt, trotzdem symbolisch etwas da ist, was er/ihn miterlebt hat. Und ich wollte etwas haben, was ich immer bei mir tragen kann. Freunde haben einen Anhänger mit dem Fingerabdruck ihres Kindes. Das hat mich auf die Idee gebracht zu schauen, ob es so etwas auch für Tiere gibt. Und so bin ich im Internet auf Sie gestoßen. Ihre Homepage ist sehr ansprechend, filigran wie die Schmuckstücke und eindrucksvoll. Die Vielfalt hat mich begeistert und auch die Sorgfalt, mit der Sie die Herstellung der Schmuckstücke beschreiben. Es fühlt sich nicht wie stanz-puff-fertig an sondern als wüssten Sie (wissen Sie sicherlich auch), wie wertvoll diese Schmuckstücke für die Besitzer sind.” – ja, das wissen wir, und es bedeutet mir sehr viel zu hören, dass das auch bei Euch so verstanden wird.

Aber weiter zu Stefanie: Ende letzten Jahres kam ein weiterer Hund unter ihr Dach. Es dauerte nicht lange, da wurde sie von Familie und Freunden gefragt, ob der denn auch so einen schönen Anhänger bekäme. Darüber hatte sie auch schon darüber nachgedacht und da das “Nichtraucher-Geld” wieder einiges hergab, haben wir nun bereits den zweiten Anhänger fertiggestellt – und der kommt fast auf den Tag genau ein Jahr, nachdem sie mit dem Rauchen aufgehört hat, bei ihr an. Von diesem Anhänger habe ich glücklicherweise nun auch noch ein schönes Foto gemacht:

Kette für Hundebesitzer

Und auch Stefanie hat die beiden Schmuckstücke nebeneinander fotografiert (rechts der erste und links der zweite Anhänger) und mir ein Bild von ihren beiden Hunden geschickt, von denen die Pfotenabdrücke stammen:

Zwei Hunde, zwei Schmuckstücke für Schnupperschnuten

Als nächstes werden wir mit Stefanie zusammen, passend zum Namen ihres Unternehmens – “Schnupperschnuten” – mal versuchen, mit Nasenabdrücken zu arbeiten. Danach sind wir schon häufiger gefragt worden und wir sind selbst ja auch immer neugierig und probieren gern verschiedene Dinge aus. Wir werden unsere Fingerabdruckmasse für die Nasenabdrücke verwenden und ich bin sehr gespannt, wie das Ergebnis wird – wenn es uns gefällt, lest Ihr es hier an dieser Stelle natürlich zu allererst! (und wenn nicht, dann tüfteln wir noch ein bisschen weiter … 😉 )

Ich bedanke mich ganz herzlich bei Stefanie, die ihre Geschichte mit uns geteilt hat. Wir lieben es immer zu erfahren, was für besondere Momente hinter unseren Schmuckstücken stehen. Manchmal erhalten wir Fotos und manchmal erzählt uns ein Kunde, warum er sich ein Schmuckstück von uns anfertigen lässt. Dies ist für uns immer etwas ganz Besonderes, denn in den meisten Fällen wissen wir höchstens an Hand des zu gravierenden Namens, mit wessen Abdrücken wir eigentlich arbeiten. Umso schöner ist es dann, wenn wir so berührende Geschichten wie die von Stefanie erfahren – vielen Dank!

Liebe Grüße,
Katja

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