Kurz vorgestellt: Tierfotografin Lina Klünker

Unsere Zusammenarbeit mit Malou’s Fotografie

Gerade habe ich meinen Blogbeitrag „Hallo 2020!“ nochmal durchgelesen: darin hatte ich den Wunsch geäußert, dieses Jahr mit weiteren Partnern zusammen arbeiten zu dürfen. Manchmal ist es ja schon ein bisschen beängstigend, wie schnell eine Reaktion kommt, sobald man solche Wünsche laut ausspricht (oder in meinem Fall öffentlich schreibt). Wobei „beängstigend“ hier eigentlich der falsch Begriff ist: beeindruckend, fantastisch, überraschend und einfach supergut – das trifft es viel besser.

Mit zwei Partnern sind wir im Januar schon ins Gespräch gekommen, eine davon ist Lina Klünker von Malou’s Fotografie aus dem Sauerland. Wir „kennen“ uns schon länger, Lina’s Mama trägt schon seit einiger Zeit eins unserer Schmuckstücke mit Pfotenabdruck und Lina selbst wird auch in Kürze ihren ganz eigenen Ring mit Pfoten- und Fußabdruck haben. Ich folge Lina auf Instagram und bin immer wieder begeistert von den wunderschönen Tierfotos, die Lina macht. Vor allem ihre Bilder mit Pferden faszinieren mich, die strahlen so viel Liebe und Stärke aus.

Lina ist Tierfotografin mit Leib und Seele, und das etwa genauso lange, wie es FOYA gibt, nämlich seit 2011. Das Fotografieren wurde ihr in die Wiege gelegt und sie hat sich in den vergangenen Jahren viel weitergebildet. Das sieht man ihren Fotos absolut an, sie sind einerseits sehr professionell, andererseits hat Lina auch ein Händchen dafür, im richtigen Moment auf den Auslöser zu drücken und ganz besondere Augenblicke festzuhalten. Passt doch perfekt zu uns!

Ein paar Fragen an Lina

Um Euch Lina ein bisschen näher vorzustellen, habe ich ihr einige Fragen gestellt:

Liebe Lina, erzähl doch mal: wie bist Du zur Tierfotografie gekommen?

Ich hatte das große Glück, dass ich mit Tieren aufwachsen durfte. In meiner Kindheit war stets ein Hund an meiner Seite. Mit 11 Jahren habe ich, gemeinsam mit meiner Schwester, unseren ersten eigenen Hund bekommen: Basco, einen Rauhaardackel. Als wir ihn nach 12 wunderschönen, gemeinsamen Jahren gehen lassen mussten, fiel mir erst auf, wie wenig Erinnerungen ich an ihn hatte, außer die in meinem Herzen. Nach einer langen Trauerphase habe ich dann meinen Kindheitswunsch erfüllt und meine Australian Shepherd Hündin Hoffnung´s Malou “Meggie” zu mir geholt. Diesmal wollte ich unvergessliche Erinnerungen schaffen und einzigartige Momente festhalten. Und so habe ich mit ihrer Hilfe das Fotografieren autodidaktisch erlernt. Mit dem Wunsch nach besseren Bildern und neuen Herausforderungen habe ich mich stets weitergebildet und mein Kamera-Equipment erweitert. Gerne fotografierte ich damals zum Beispiel Hunde auf Hundeplätzen, Freunde mit ihren Vierbeinern, um nur kurze Beispiele zu nennen … und so wurde ich immer weiter empfohlen. Ich startete also mit großer Freude mein Gewerbe und habe bis heute riesigen Spaß daran.

Welche Tiere fotografierst Du und hattest Du auch schon ungewöhnliche Tiere vor der Linse?

Ich fotografiere hauptsächlich Hunde, bin der totale Hundemensch! Solange ich denken kann, spielen sie eine wichtige Rolle in meinem Leben. Aber ebenso gerne habe ich auch Pferde vor der Linse. Und was viele gar nicht wissen: ich fotografiere auch sehr gerne Katzen. In- sowie Outdoor. Offenheit für was Neues ist in meinem Beruf besonders wichtig und so hatte ich z.B. die spannende Möglichkeit eine Eule zu fotografieren, was für mich eine völlig neue Erfahrung war. Ebenso Waschbär-Babys, ein afrikanischer Weißbauchigel und verschiedene kleine Nager wie Hasen und Co. (https://www.malous-fotografie.de/projekte) Aber genau solche neuen Herausforderungen liebe ich und sie lassen mich in meinen Fähigkeiten wachsen. Erst jetzt im April habe ich eine Aktion mit einem befreundeten Bauernhof geplant, bei dem wir Kinder mit Bauernhoftieren ablichten werden. Der Spaß ist garantiert! Weitere außergewöhnliche Shootings, z.B. mit einem Esel, sind in Planung.

Was, glaubst Du, unterscheidet Tierfotografie von „Menschenfotografie“? Wo siehst Du die Herausforderungen bei der Tierfotografie?

Ich plane für meine Kunden natürlich ein Shooting voraus, weiß, an welcher Location das Licht um eine bestimmte Tageszeit am besten ist. Jedoch kann ich nicht vorausplanen, wie das Tier reagiert. Dies ist immer eine Überraschung.

Bei der People-Fotografie kann man die Models anweisen. Ihnen erklären, warum sie z.B. Ihren Kopf leicht neigen sollen. Bei einem Hund muss man entweder einen guten Grundgehorsam haben, auf Tricks ausweichen oder im richtigen Moment abdrücken. Ein Tiershooting ist meistens sehr locker, spontan und nicht gestellt. Ein Erlebnis für Tier und dessen Besitzer. Ein ganz besonderer Reiz für mich ist die Herausforderung, den Charakter des jeweiligen Tieres auf Bildern festzuhalten. Häufig höre ich von den Tierbesitzern, dass sie ihre Lieblinge oft selbst oder von anderen nicht so vor die Kamera bekommen, wie sie es sich wünschen. Ihre Vierbeiner sind entweder zu aufgedreht oder sehen lustlos, uninteressiert, ängstlich oder gestresst aus. Eine Körpersprache, die der Besitzer seinem Tier auf jedem Foto ansieht.

Meine Aufgabe ist es, genau diese Stressoren zu erkennen, Hunde ab- oder umzulenken, so dass sie Freude und Interesse an dem Shooting haben. Dass es für sie in dem Moment kein “Job” ist, sondern dass sie sie selbst sein dürfen. Gerne auch albern und verspielt oder einfach entspannt und zufrieden. Die (Körper-)Sprache der Hunde zu lesen ist mir ein sehr großes Bedürfnis und steht an erster Stelle bei meinen Shootings. Alle sollen sich mit Freude an den Termin zurückerinnern können. Und wenn ich meinen Kunden Glauben schenken darf, gelingt mir genau das sehr gut und das ist es auch, was am Ende zu einem guten Ergebnis führt. Und das macht mich glücklich.

Was sind für Dich die schönsten Momente in Deiner Arbeit?

Die schönsten Momente sind für mich die der Bildübergabe. Es ist unfassbar schön, wenn die Tierbesitzer Tränen in den Augen haben vor lauter Freude. Das bedeutet mir sehr viel. Wenn die Tierbesitzer stolz die Bilder ihres Hundes oder Pferdes zeigen, sie als Wandbildgalerie in ihren vier Wänden hängen haben und immer wieder glücklich an das Shooting zurückdenken. Aber natürlich ist für mich auch die Zeit, die ich mit den Tieren und deren Besitzern verbringe, wahnsinnig wertvoll. Ich habe mit der Zeit so viele Freundschaften geschlossen, so viele Gänsehaut- Momente erleben dürfen. Ein steigendes Pferd in der Morgensonne, ein ängstlicher Hund, der mir sein Vertrauen schenkt, aber auch lustige Momente, z.B. wenn ein Hund seine Gefühle plötzlich nicht mehr unter Kontrolle hat und mich beinahe umrennt.

Wir Tierbesitzer sind schon speziell. Wir können uns stundenlang über unsere Tiere unterhalten. Uns macht der Dreck an der Hose nichts aus, anstatt Lippenstift gehört eine Fusselrolle in unsere Handtasche und bei der Ernährung des Hundes geben wir doppelt soviel aus wie für unsere eigenen Mahlzeiten. Uns verbindet einfach unsere Liebe zu (unseren) Tieren und somit hat man meist recht schnell eine harmonische Stimmung beim Shooting.

Was war bisher Dein verrücktestes/aufregendstes/ungewöhnlichstes Erlebnis beim Fotografieren von Tieren? Was war die für Dich schönste Location?

Ich glaube auf ein einziges Erlebnis oder Location kann ich mich nicht beschränken. Ich hatte eine unglaublich tolle Zeit auf Island, tolle Pferde in Spanien, Pferde und Hunde im Abendlicht am holländischen Strand, außergewöhnliche Begegnungen mit den Greifvögeln und den Babywaschbären. Ein Gänsehautshooting war definitiv ein Shooting im Morgenlicht mit einem Lippizaner, mit dem Besitzerin Steffi Schade Freiheitsdressur praktiziert. Ebenso ein Pferdeshooting bei Regen. Wahnsinnig stimmungsvoll. Im Mai werde ich nun erstmals die Schweiz besuchen. Mal schauen, welche Location mich dort erwartet.

Nun bist Du ja auch seit letztem Jahr Mama – hat sich Dein Blick auf das Thema „Erinnerungen bewahren“ dadurch verändert? Wie bewahrst Du die schönsten Momente mit Deinem Zwerg?

Ich war schon immer eine “Erinnerungs-Sammlerin.” Zum Glück bin ich in einer Familie groß geworden, wo das Fotografieren immer schon beliebt war. So kann ich mich an meinen eigenen Babybildern erfreuen und diese mit denen meiner Tochter vergleichen, was einfach sehr spannend ist, wenn man mehr und mehr Ähnlichkeiten, oder auch Unterschiede entdeckt 🙂 Ich bin wahnsinnig froh, dass es die Fotografie gibt und ich somit Erinnerungen schaffen und gestalten kann. Ich selber habe jetzt schon drei Fotobücher von meiner Tochter. Meine Kleine wächst so rasant, dass man ständig das Gefühl hat, wirklich jeden Moment festhalten zu müssen 🙂 Daher kann ich allen Tierbesitzern und Eltern nur empfehlen,- wenn ihr selber nicht gern fotografiert, lasst euch fotografieren und erschafft tolle Erinnerungen!

Wie findet man Dich? Kann man Dich in ganz Deutschland buchen oder bist Du vor allem im Sauerland anzutreffen?

Eine Übersicht meiner Bilder findet Ihr auf www.malous-fotografie.de, www.facebook.de/malousfotografie, www.instagram.com/malousfotografie oder auf 500px.com/malousfotografie

Dadurch, dass meine Tochter noch so jung ist, werde ich vorübergehend nur im Sieger/Sauerland fotografieren. Natürlich gibt es auch Ausnahmen, wie kommerzielle Aufträge oder bei speziellen Angeboten, sodass ich für Sammelshootings auch gern mal z.B. Hamburg besuche.

Wie arbeiten wir nun mit Lina zusammen?

Nun, Lina hat bei sich einige Päckchen unserer Abdruckmasse und einige kleine Hilfsmittel wie Ring- und Armbandmaße und eine Übersicht über alle unsere Gravurschriften. Außerdem haben wir gerade neu und druckfrisch einen Katalog zum Blättern, da sind alle wichtigen Infos und natürlich ganz viele inspirierende Foto drin. Lina kann also nicht nur beraten und erklären, wie das mit den Abdrücken funktioniert, sondern sie kann auch direkt vor Ort dabei helfen, die Abdrücke zu nehmen. Gerade wenn jemand damit Erfahrung hat, ist das sehr hilfreich, denn je schöner die Abdrücke, desto schöner wird nachher auch das Schmuckstück. Nicht zuletzt erhält jeder Kunde, der über Lina zu uns kommt, einen kleinen Rabatt.

Wir freuen uns wirklich sehr, dass wir mit Lina mal eine neue Form der Zusammenarbeit gewagt haben – mit Tierfotografen haben wir bisher nicht gearbeitet, aber eigentlich liegt es doch total nahe, denn wir schaffen beide ganz besondere Erinnerungen an Eure geliebten Vierbeiner.

Und ich hoffe sehr, dass dieses Jahr so wunderbar weitergeht, wie es angefangen hat!!

Alles Liebe,

Eure Katja

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